Reisebericht St. Wolfgang – Weihnachtsmarkt am Wolfgangsee – Tag 2
Nachdem ich euch im letzten Artikel von unserem Blogger-Event in der Scalaria am Wolfgangssee erzählt habe, muss ich an dieser Stelle eine Kleinigkeit nachreichen: Die Stadt St. Wolfgang selbst. Und natürlich auch ihren Weihnachtsmarkt.
Denn auch wenn ich es noch gar nicht richtig glauben kann: Das Jahr nähert sich unbarmherzig seinem Ende. Und somit rückt auch Weihnachten immer näher.
Weihnachtsmarkt in St. Wolfgang
Weihnachtsmärkte und ich sind eine eher schwierige Kombination.
Auf der einen Seite klingt das Wort in meinen Ohren eigentlich wunderbar passend zur aktuellen Jahreszeit. Dummerweise weicht die Realität vieler Weihnachtsmärkte erheblich von den Idealvorstellungen ab: Denn wenn auf einem Weihnachtsmarkt jeder zweite Stand eine Fress- oder Currywurst-Bude ist, bei der die Ballermann-Hits aus den Lautsprechern dröhnen, dann ist die Weihnachtsstimmung schnell dahin. Ein gesundes Misstrauen gegenüber Weihnachtsmärkten ist dementsprechend tief in mir verwurzelt.
Mein Eindruck vom Weihnachtsmarkt in St. Wolfgang: Ja, das kann man lassen!
Zwar gibt es auch hier leicht mehr Stände mit kulinarischen Dienstleistungen als solche mit echter Handwerkskunst. Dennoch scheint man hier einen großen Wert auf die Authentizität eines Weihnachtsmarkts gelegt zu haben. Test bestanden, von mir gibt’s den patentierten Doppeldaumen nach oben.
Natürlich musste bei dieser Gelegenheit auch ein kleiner Abstecher zum Weißen Rößl sein. Ich denke, man kann diesen Umweg zum Schauplatz der Filme als Sightseeing gelten lassen. Interessant ist übrigens, dass sich der Einfallsreichtum bei Namensgebung der Hotels in St. Wolfgang in Grenzen hielt: So findet man in direkter Nähe des Ortskerns auch das schwarze Rößl, den weißen Hirsch und so weiter.
Das Highlight des Weihnachtsmarkts wartet aber am Bootsanleger direkt im Wasser: Mitten im See hat man eine große Kerze aufgestellt, die nachts beleuchtet wird. Meine Fotoversuche bleiben zwar leider hinter meinen Erwartungen zurück, dafür ließen sich ein paar beleuchtete Schwäne am Ufer aber ganz gut auf den Chip bannen.
Nach einem gelungenen Abend in der Scalaria am Wolfgangsee freuten wir uns sehr, als wir am nächsten Morgen mit einer ordentlichen Portion Sonnenschein geweckt wurden. Tatsächlich hatte sich alle Wolken vom Vortag komplett verzogen. Die Scalaria hätte mir von ihrer Seeseite kein besseres Fotomotiv liefern können. Aus meiner Sicht macht das Gebäude von dieser Seite auch einen viel freundlicheren Eindruck.
Bevor wir uns aber an die novemberlich-kalte Luft wagten, testeten wir zuerst das Frühstück der Scalaria. Was viele Hotels nicht wissen: Mit mir haben sie sich einen sehr kritischen Tester ausgesucht. Ohne ein richtig gutes Frühstück kann ich nicht in den Tag starten. Besonders als Tagungshotel muss man hier gleich doppelt aufpassen: Wer einen Tag mit Seminaren und Vorträgen vor sich hat, braucht eine gute Basis.
Von mir gibt’s für das Frühstück fast die volle Punktzahl. Das Hotel bot eine derart große Auswahl, dass ich selbst in mehreren Etappen nicht das gesamte Sortiment geschafft habe. Besonders aber die Aussicht des Restaurants rundet das Frühstück gut ab.
Einzig die Tatsache, dass man als Hotelgast – durch die stufenförmige Anordnung der Tische – nur über Treppen zu seinem Essen kommt, führt zu einem kleinen Punktabzug. Die Barrierefreiheit sollte nicht dem Design geopfert werden.
Ebenfalls beschlich mich die ganze Zeit der Gedanke, Udo Jürgens hätte seinen gläsernen Flügel hier aus Versehen vergessen.
Der morgendliche Blick auf den See erlaubte mir an dieser Stelle die perfekte Überleitung vom eingangs erwähnten Thema „Weihnachtsmarkt“. Die Schiffe auf dem Wolfgangsee gönnen sich normalerweise über die Wintermonate eine Pause. Extra für die weihnachtliche Zeit werden die Schiffe reaktiviert und bieten den Touristen eine Shuttleservice zwischen den Weihnachtsmärkten in St. Gilgen und St. Wolfgang an. Ein genialer Service.
Sightseeing am Wolfgangsee
Manchmal macht es auch richtig Spaß, den Wetterbericht mit dem Smartphone für die eigene Heimat zu checken. Während im Wetterbericht für München von einer sehr tief hängenden Nebelsuppe die Rede war, konnten wir vor Ort strahlenden Sonnenschein genießen. Der kleinen Besichtigungstour am See entlang stand also vorerst nichts mehr im Weg.
Leider konnten wir zeitlich einen bestimmten kleinen Ausflug nicht mehr unterbringen: Ab St. Wolfgang verkehrt nämlich die Schafbergbahn, die auf den gleichnamigen Berg auf ca. 1700m fährt und einen tollen Überblick bieten soll. Auch hier werden zur Weihnachtszeit besondere Fahrten angeboten, die sicher thematisch super in das Programm des Wochenendes gepasst hätten. Naja, vielleicht beim nächsten Mal. Die vier Dampfloks und eine weitere dieselelektrische Lokomotive der Schafbergbahn erwecken übrigens nur den Eindruck einer historischen Bahn. Mit ihrem 1992er Baujahr gelten sie in den Augen von Fachleuten eher als brandneu und erfüllen leider nicht den Tatbestand von historischem Altmetall.
Von der anschließenden Heimat gibt’s an dieser Stelle keine Fotos mehr. Wenn es etwas interessantes auf dem Weg gelegen wäre, hätten wir es sowieso nichts gesehen. Mit angeschalteter Nebelschlussleuchte schlichen wir über die Autobahn. Angekommen sind wir aber trotzdem sicher.
Fazit: MICE am Wolfgangsee
Wer öfter beruflich auf Tagungen und Seminaren unterwegs ist, der wird mit Sicherheit das eine oder andere Beispiel für eine unglückliche Wahl der Location gut kennen: Zwar verkehrsgünstig gelegen, überzeugt das ein oder andere Tagungshotel eher durch nüchterne Ausstattung oder eine trostlose Lage. Der Aufenthalt wird so zum langweiligen Pflichtprogramm.
Bei der Scalaria am Wolfgangsee zeigt sich, dass es auch anders geht: Ein Tagungs- und Eventhotel kann auch die Annehmlichkeiten eines Sterne-Restaurants und eines Wellness-Bereiches beinhalten. Die gute Lage rundet das Endergebnis ab und macht auch deutlich, weswegen der Altkanzler Helmut Kohl genau den Wolfgangsee als sein jährliches Urlaubsdomizil wählte.
Vielen Dank an die Scalaria für die Einladung an den Wolfgangsee
Weitere Posts findet ihr übrigens hier:
Pingback: Salzburger Land: Zur Adventszeit Kuscheln in Fuschl und Weihnachtsmärkte am Wolfgangsee | Le Gourmand – Das Genießer-Magazin
Hallo Phil,
sieht geil aus. Echt krasser Luxus, den ihr euch da leistet. Ich wünsch euch viel Spaß.
Kennt ihr zufällig auch dieses Hotel? http://www.foersterhof.at/ Könnt ihr das empfehlen? Würd halt auch gern mal hinfahren, aber zu teuer solls dann auch wieder nicht werden :D
Erkan
Hello Phil,
I would like to ask you a favor.
Did you take photo of breakfast at Scalaria?
I can’t find it on an internet.
Would you mind to send it to me?
Thank you,
Book
@Teerachai: Sorry, I’ve been there only once. So actualy I won’t have any opportunity to shoot the breakfast again.
LG Phil